Pressemitteilung

Berlin, den 14.07.2016

Der Vorsitzende der Neuköllner Begegnungsstätte e.V. (NBS) Imam Taha Sabri kritisiert die Berichterstattung des Tagesspiegels und der BZ als mangelhaft recherchiert und fehlerhaft. Er äußert sich schockiert und empört über die Vorwürfe, die NBS sei ein Ort der Radikalen, der Salafisten oder der Muslimbrüder.

In den letzten Tagen wurde die Bezirksbürgermeisterin von Neukölln, Frau Dr. Franziska Giffey, vermehrt dafür angegriffen, die NBS besucht zu haben. Diese Berichterstattung entbehrt jeder ernstzunehmenden Recherche. Die NBS wurde vor Veröffentlichung des Artikels nicht kontaktiert. Stattdessen spiegelt die Berichterstattung des Tagesspiegels und der BZ antimuslimische Ressentiments wider.

Die NBS leistet seit Jahren wertvolle gesellschaftliche Arbeit. Dazu gehört u.a. eine aktive Gemeindearbeit, religiöse Betreuung, Seelsorge, Eheschließungen und -beratungen. Besonderen Wert legt die NBS auf die Jugendarbeit. Sie leistet einen bedeutenden Beitrag dazu, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu fördern, sie zur Selbstbestimmung zu befähigen und zu sozialer und gesellschaftlicher Mitverantwortung hinzuführen. Die NBS leistet damit einen bedeutenden Anteil für ihre Entwicklung zu eigenständigen, verantwortungsbewussten Bürgerinnen und Bürgern des demokratischen Staates. Außerdem setzt sich die NBS aktiv für die Teilnahme ihrer Gemeindemitglieder bei Wahlen sowie für den interreligiösen und -kulturellen Dialog ein. In den letzten Monaten engagierte sie sich  auch in der  Flüchtlingsarbeit. Diese Arbeit wird durch den Besuch vieler  Wissenschaftler, Vertreter verschiedener Religionen und Politiker, wie beispielsweise der Vizepräsidentin des Bundestages, Claudia Roth wertgeschätzt.

Aufgrund dieser Arbeit wurde der Vorsitzende und Imam der NBS, Mohammed Taha Sabri, mit dem Verdienstorden des Landes Berlin ausgezeichnet. Eine solche Ehrung wird nicht grundlos erteilt und ist eine Bestätigung der langjährigen Arbeit. Imam Taha Sabri sah sich aufgrund seines Engagements auch schon Morddrohungen aus der muslimischen Radikalenszene ausgesetzt und wurde körperlich auf offener Straße attackiert und verletzt.

Die Bezirksbürgermeisterin wird in der Presse immer wieder für den Dialog mit Moscheevereinen kritisiert. Es besteht jedoch ein starker gegenseitiger Wunsch nach Annäherung, zumal Muslime und muslimische Institutionen zu Neukölln gehören und nicht wegzudenken sind. Dass diese Bemühungen nun – auch von seriösen Presseorgangen kritisiert werden, ist nicht nachvollziehbar.

Statt einer Würdigung dieser Arbeit, erfährt die NBS nun Vorwürfe aufgrund falscher Verdächtigungen. Gestützt werden die Vorwürfe durch angebliche Berichte des Verfassungsschutzes: An keiner Stelle bezeichnet der Verfassungsschutz die NBS als „radikal“ oder „salafistisch“. Auch wird sie nicht vom Verfassungsschutz beobachtet. 

Die NBS distanziert sich klar von jeder radikalen, extremen oder gar gewaltbereiten Organisation. Seit  Jahren bemüht sich die NBS den (auch staatlich geforderten) Einheitsprozess der Muslime voranzubringen. Sie ist Mitglied der Islamischen Föderation in Berlin e.V. (IFB) und des Zentralrats der Muslime in Deutschland e.V. (ZMD).

Als eine der größten muslimischen Gemeinden Berlins und als aktives Mitglied der deutschen Gesellschaft erwartet die NBS die Richtigstellung der falschen Vorwürfe und die Unterlassung solcher unlauteren Wahlkampfmethoden, die den guten Ruf der Neuköllner Begegnungsstätte beschmutzen. Die NBS und Imam Sabri stehen jederzeit bereit für Anfragen und einen kritischen Dialog.  

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